Chronik

Moderne technische Anlage in historischer Hülle

Seinen Ursprung hatte das Krematorium Zittau zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Einflussreiche Zittauer Bürger gründeten einen Feuerbestattungsverein, um die Idee der Feuerbestattung in Zittau populär zu machen.

Zu dieser Zeit wurde die Einäscherung als Bestattungsform nicht nur von der Kirche, sondern auch von staatlicher Seite abgelehnt.

Die Initiative wurde von namhaften Bürgern der Stadt unterstützt, und die Stadt Zittau stellte dem Verein Bauland und einen zinslosen Kredit zur Verfügung, so dass 1908 mit dem Bau des Krematoriums nach Entwürfen des Baumeisters J. W. Roth begonnen werden konnte.

Am 01. April 1920 übernahm die Stadt Zittau die Betreibung des Krematoriums.

Die Gleichstellung der Feuerbestattung mit der Erdbestattung erfolgte im Jahre 1934 mit dem Gesetz über die Feuerbestattung.

In den Jahren 1960 und 1978 wurde jeweils ein neuer Einäscherungsofen errichtet.


 

 

 

 

 

 

Nach der politischen Wende erfolgte eine umfassende Modernisierung des Krematoriums.

Dach und Außenputz wurden instandgesetzt und die technische Ausrüstung auf den neuesten Stand gebracht.

Ein Teil der technischen Räume wurde unterirdisch errichtet, um die historische Hülle nicht zu zerstören.

Dank dieser Investitionen kann das Zittauer Krematorium weiterhin seine Aufgaben für die Stadt Zittau und das Umland erfüllen.

Von 1909 bis heute sind die Namen von über 136.500 Verstorbenen in den Büchern des Hauses verzeichnet.

Heute verfügt das Krematorium unter anderem über einen Raum zur Aufbewahrung und für die Abschiednahme sowie über eine große Feierhalle.

Der Gedanke der Feuerbestattung wird im Sinne der Erbauer des Krematoriums weiterhin bewahrt.